Hunderte, darunter nicht nur Gläubige, zog es gestern zum Liebschützberg. Im Kirchspiel, ja auch in den angrenzenden Regionen, ist es für viele zur Tradition geworden, den Himmelfahrtsgottesdienst auf dem 198 Meter über normal Null gelegenen Höhenzug zu feiern. In diesem Jahr gesellte sich ein besonderer Gast dazu. Der 2015 neu gewählte Landesbischof der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Sachsens Dr. Carsten Rentzing reiste aus Dresden an. Das Festzelt war brechend voll. Noch einmal so viele Gottesdienstbesucher wie darin hatten auf der Wiese einen Platz gefunden, um genau 39 Tage nach Ostersonntag Christi Himmelfahrt, Jesu Rückkehr zu Gott, zu begehen. Besonders waren nicht nur Ort und Gäste, sondern ebenso die Akteure. Dazu gehörten der erweiterte Posaunenchor der Oschatzer Kirchgemeinde, die St. Aegidien Gospelsingers, Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte Unter dem Regenbogen Oschatz und Mädchen und Jungen der Evangelischen Apfelbaum Schule Schweta. Dabei war auch der Liebschützberger Bürgermeister David Schmidt, der gestand, dass er erst zum zweiten Mal an dem Gottesdienst teilnahm.

Indes wurde zum Kindergottesdienst in die Liebschützberger Mühle und unter einen Pavillon eingeladen. Danach hatten Kirchgemeinden viele Angebote auf dem Gelände der Mühle vorbereitet: Christiane Gnaudschun vom Trägerverein der Evangelischen Werkschule Naundorf hatte Spieleangebote mitgebracht. Einen Kuchenbasar hatte die Oschatzer Evangelische Kita vorbereitet. Der Verein Klosterart war mit einem Flohmarkt präsent. Für Speis und Trank war außerdem reichlich gesorgt.

Text: Bärbel Schumann
Foto: Dirk Hunger

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 06.05.2016