Pressemitteilung zum Jubiläum "10 Jahre IG Liebschützberg" am 06.09.2026

"Quer-welt-ein" von Sophie Jähnigen am 15.11.2025 in Klötitz
Eine erfolgreiche Premiere konnten wir heute gemeinsam in Klötitz erleben. Erstmals hatte der Heimat- und Sportverein Klötitz im schick renovierten Sportlerheim zu einem Reisevortrag eingeladen. Sophie Jähnigen aus Leipzig berichtete von ihrer Weltreise und zahlreichen anderen Trips, die sie in den letzten 15 Jahren unternommen hat. Ob Neuseeland, Asien, Südamerika, Indien oder Balkan - immer ist sie auf abenteuerlichen Wegen unterwegs, die meist abseits der ausgetretenen Touristenpfade verlaufen. Dabei bewies sie Mut und probierte viele neue Dinge aus. Zum Beispiel nahm sie in einem Shaolin-Kloster an einem Kung-Fu-Kurs teil, lief den Jakobsweg, lernte in Südamerika Spanisch und unterzog sich einer zehntägigen Schweigemeditation. Viele Begegnungen mit gastfreundlichen Menschen hat sie erlebt, oft wurde sie warmherzig beherbergt und in das Leben der Menschen einbezogen. Der Lohn für ihre Offenheit sind unvergessliche Reiseerlebnisse, an denen sie die Zuschauer auf begeisternde Weise teilhaben ließ. Für den Heimat- und Sportverein Klötitz, dem die Interessengemeinschaft Liebschützberg angehört, war es ein vollauf gelungener Abend im nahezu ausverkauften Saal. Die neue Idee wurde sehr gut angenommen, so dass man sich auf eine Fortsetzung freuen kann. Ein herzliches Dankeschön an Sophie Jähnigen, an die emsigen Organisatoren vom Verein und nicht zuletzt an alle Gäste, die den kleinen, aber feinen Saal in Klötitz auf schöne Weise belebt haben!
Fotos: (c) Uwe Sablotny
Magischer Daumenkino-Kinoabend unterm Sternenhimmel
Ein Daumenkino-Kinoabend - was soll das denn bitte sein? Das hat sich vermutlich so mancher gefragt, als er die Ankündigung gelesen hat. Was genau soll daran unterhaltsam sein, sich Daumenkinos auf dem Liebschützberg anzuschauen? Ist das nicht eine alberne Kindersache? Daumenkinograph Volker Gerling gab darauf eine überzeugende Antwort und bewies das Gegenteil. Er präsentierte sein Programm "Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt", mit dem er seit vielen Jahren die bekanntesten Bühnen der deutschsprachigen Kleinkunstszene bespielt. Nun also auch auf dem Liebschützberg! Nach Einbruch der Dunkelheit dauerte es am Glockenturm neben der Windmühle nicht lange, dann waren die letzten Gespräche verstummt, und die zahlreich erschienenen Gäste verfolgten gebannt, wie Volker Gerling behutsam seine Daumenkinos abblätterte. Doch wie entsteht überhaupt solch ein Daumenkino? Volker Gerling ist in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als 5000 Kilometer zu Fuß durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gelaufen. Auf seinen Wegen traf er Menschen, die ihm Geschichten aus ihrem Leben erzählten. Mit einer analogen Kamera porträtierte er diese als Serienbilder für seine Daumenkinos. Sei es ein alter Mann, der schon fünf politische Systeme erlebt hat. Zwei Künstler, die sich nachts dem Rotwein hingeben. Ein "Pärchen zu dritt", das neue Wege in der Liebe ausprobiert. Oder zwei reglos sitzende Jungs am Ufer eines Sees, die beim Angeln einfach ihre Ruhe haben wollen. Mit 36 Bildern eines Kleinbildfilms kann man eine Menge erzählen, auch wenn die Begegnung nur kurz ist. Oft sind in den Daumenkinos Menschen mit überraschenden Reaktionen zu sehen - Gesichter, die in den nur wenige Sekunden langen Sequenzen vielleicht mehr aussagen als manch langer Kinofilm. Bei seinen Wanderungen trägt Volker Gerling die Daumenkinos in einem Bauchladen herum und zeigt sie interessierten Menschen. Er bringt sie damit zum Lachen und nicht selten auch zum Weinen. Auf dem Liebschützberg konnten die Zuschauer gemeinsam diese spezielle Kunstform bewundern. Das Abblättern der Daumenkinos wurde auf eine Großbildleinwand projiziert, die direkt an der Windmühle lehnte. Jedes Daumenkino wurde jeweils drei Mal gezeigt, so dass man es genau anschauen und neue Dinge entdecken konnte, dfie man vorher noich nicht gesehen hatte. Volker Gerlings humorvolle, dabei aber auch nachdenklich-tiefgründige Ausführungen machten klar, dass das Leben bunt und vielfältig ist, und dass sich hinter jeder noch so zufälligen Begegnung eine spannende Geschichte verbergen kann. Im Karée an der Mühle ergab sich ein wunderbares Bild, das man so noch nicht gesehen hat. Der laue Sommerabend mit fast vollem Mond und Sternenhimmel tat sein Übriges zur einzigartigen Stimmung. Wir von der IG Liebschützberg haben diese Veranstaltung als eine Sternstunde auf dem Liebschützberg empfunden. Passenderweise beendete Volker Gerling seinen Daumenkino-Abend auch mit einer berührenden Geschichte über Sterne. Danach war keine Zugabe nötig. Fazit: Der Daumenkino-Abend war keineswegs albern, sondern sehr unterhaltsam und keine einzige Minute langweilig!
Herzlichen Dank an alle Kulturbegeisterten, die sich darauf eingelassen und uns mit ihrem Besuch beehrt haben! Und selbstredend auch an Volker Gerling, den wir hoffentlich nicht zum letzten Mal auf dem Liebschützberg begrüßt haben. Im kommenden Jahr feiert die IG Liebschützberg ihr zehnjähriges Bestehen. Lassen Sie sich überraschen, was wir zu diesem Ereignis auf die Beine stellen! Der Termin ist leicht zu merken - es wird wieder der 6. September sein, dann aber ein Sonntag.
Musikalischer Familienbrunch mit "Unfolkkommen" am 25.08.2024
Unsere Jahresveranstaltung war wieder ein voller Erfolg! Zum ersten Mal in den acht Jahren unseres Bestehens haben wir zu einem Brunch auf den Liebschützberg eingeladen. Nachdem es am Morgen beim Aufbau noch leicht nieselte, hatte der Wettergott ab 10.30 Uhr ein Einsehen und ließ die Himmelsschleusen geschlossen. Bis zum Mittag war der Platz an der Wetterschutzhütte gut gefüllt, und die Menschen freuten sich spürbar, dass auf dem Berg mal wieder etwas los war. Das Folkduo "Unfolkkommen" aus Dresden brachte die Gäste musikalisch ordentlich in Schwung. Der Funke sprang sofort über, und es dauerte nicht lange bis zum Klatschen und Mitsingen. Deutsche Gesellenlieder, schwungvolle sächsische Balladen und spitzbübischer Humor sind die Markenzeichen von Micha und Frank, die uns über die berühmte erste Strophe und den Refrain hinaus so manches fast vergessene Lied nahe brachten. Die beiden lustigen Musikanten suchten von Anfang an den Kontakt zum Publikum, das begeistert mitging. Die Gäste brachten zahlreiche kulinarische Beiträge mit, so dass im Handumdrehen ein vielfältiges und äußerst leckeres Buffet entstand. Eine gelungene Premiere auch in dieser Hinsicht! Die rege Unterhaltung an den Tischen zeigte, dass der Liebschützberg als kultureller Begegnungsraum geschätzt und genutzt wird. Nun dauert es wieder ein Jahr bis zur nächsten Veranstaltung unserer Interessengemeinschaft. Aber glücklicherweise gibt es zu jeder Jahreszeit genug Gründe, um den Liebschützberg zu besuchen.
Zauberhafter Abend mit dem Wanderkino
10. September 2023
Was wir heute auf dem Liebschützberg erlebten, kann man ohne Übertreibung als einen grandiosen Abend bezeichnen. Das Wanderkino von Tobias Rank aus Leipzig war bei uns zu Gast und verzauberte das Publikum mit alten Stummfilmen und atmosphärischer Live-Musik, die von Tobias Rank am Klavier und Izabela Kaldunska an der Geige in bewundernswerter Weise passend zu den Filmsequenzen improvisiert wurde. Die überwältigend zahlreichen Gäste ließen sich an diesem herrlichen Spätsommerabend in die Anfänge des Kinos vor mehr als hundert Jahren entführen. Filme von Charlie Chaplin, Laurel & Hardy (besser bekannt unter dem etwas undankbaren Namen "Dick und Doof") und Buster Keaton sorgten für Schmunzeln, Lachanfälle und spontanen Beifall. Weder Buntfilm noch Full-HD oder Dolby-Surround-Kinosound waren dafür notwendig, sondern lediglich humorvolle Filmperlen wie "Was die Schotten unterm Rock tragen" oder "Der Ballonfahrer", wie sie heutzutage selten zu sehen sind. Der neue Liebschützberger Bürgermeister Sebastian Sommer eröffnete die Veranstaltung und weihte die neue stählerne Pilgermuschel ein, die der Riesaer Künstler Lutz Peschelt geschaffen hat. Auch das Wetter spielte prächtig mit. Man hätte denken können, dass wir den Wettergott mit hohen Summen bestochen hätten, denn es herrschte lauschig warmes Sommerwetter, wie man es sich für eine Open-Air-Veranstaltung nicht besser hätte wünschen können. Die warmen Decken hatten wir jedenfalls vollkommen umsonst mitgebracht. So ist die Kino-Premiere auf dem Liebschützberg vorerst gelungen und wird wohl nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein. Die glücklichen und beseelten Gesichter am Ausgang waren der beste Lohn für unsere Anstrengungen bei der Vorbereitung. Herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer, die diesen Abend möglich gemacht haben, und insbesondere auch an die ausführenden Firmen Kirbach-Bau, Lube & Krings und die Gemeinde Liebschützberg, die den Transport und das Aufstellen des neuen Kunstwerks ermöglicht haben. Ebenso an die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Laas, die uns beim Auf- und Abbau geholfen haben. Nicht zuletzt danken wir als Interessengemeinschaft dem Hofgut Olaf Kranen (ehemals ABG Gaunitz), das uns ein weiteres Mal die Miettoiletten für diesen Abend gesponsert hat. So können wir auch künftig Veranstaltungen von hohem Unterhaltungswert auf dem Liebschützberg anbieten und damit einen Raum der Begegnung für kulturinteressierte Menschen in freier Natur schaffen.
