Jubiläum 10 Jahre IG Liebschützberg am 06.09.2026
Bei etwas frischem, aber letztlich prächtigem Kaiserwetter feierten wir heute unser zehntes Jubiläum auf dem Liebschützberg. Was vor zehn Jahren mit der Idee begann, den Liebschützberg mit Kunstwerken neu zu gestalten, bekam bald schon eine andere Wendung. Uns war und ist es wichtiger, die Menschen auf diesem schönen Flecken Erde in kulturvoller Weise zusammenzubringen, weswegen wir uns auf das Organisieren von Veranstaltungen direkt auf dem Liebschützberg verlegt haben. So war es ganz passend, dass wir zum 10. Jahrestag unseres Bestehens einen schönen Tag für die Menschen der Region um den Höhenzug gestalteten, die unser Angebot sehr gut annahmen. Los ging es am Nachmittag mit einer musikalischen Kaffeetafel, die vom Folkduo "Unfolkkommen" aus Dresden bereichert wurde. Während man unter freiem Himmel Kaffee und leckeren Kuchen genießen konnte, brachten Micha und Frank schwungvolle sächsische Gesellen- und Wanderlieder zu Gehör, bei denen kräftig mitgesungen und sogar mit-trompetet werden konnte. Die fröhlichen Gesichter der Gäste zeigten, dass die Musik der zwei Barden sehr gut ankam und auch über ihre (manchmal etwas derberen) Späße herzhaft gelacht wurde. Zum Abend war dann das Wanderkino mit Filmen von Charlie Chaplin, Buster Keaton, Laurel & Hardy und anderen Größen der Stummfilmzeit zu Gast. Der Platz um die Wetterschutzhütte war gut gefüllt, und am Ende gab es das schönste Bild von allen: einen zauberhaften Sternenhimmel!
Wir danken allen Gästen für ihren Besuch und freuen uns schon auf die nächsten Veranstaltungen, die vielleicht etwas kleiner als das Jubiläum ausfallen werden. Die Interessengemeinschaft Liebschützberg wird sich auch weiterhin bemühen, Kulturveranstaltungen mit Pfiff und dem gewissen Etwas auf dem Liebschützberg zu ermöglichen. Unser herzliches Dankeschön geht an die Gemeindeverwaltung Liebschützberg, an den Bauhof der Gemeinde, an die Freiwillige Feuerwehr Laas und an das Hofgut Gaunitz für die tatkräftige Unterstützung. Ein großer Dank auch an alle fleißigen Bäcker, die Kuchen und Gebäck für das Mitbring-Buffet am Nachmittag spendeten! Wir freuen uns, dass es hier noch möglich ist, in Gemeinschaft etwas auf die Beine zu stellen, das den Menschen Frohsinn und Freude bringt.
"Quer-welt-ein" von Sophie Jähnigen am 15.11.2025 in Klötitz
Eine erfolgreiche Premiere konnten wir heute gemeinsam in Klötitz erleben. Erstmals hatte der Heimat- und Sportverein Klötitz im schick renovierten Sportlerheim zu einem Reisevortrag eingeladen. Sophie Jähnigen aus Leipzig berichtete von ihrer Weltreise und zahlreichen anderen Trips, die sie in den letzten 15 Jahren unternommen hat. Ob Neuseeland, Asien, Südamerika, Indien oder Balkan - immer ist sie auf abenteuerlichen Wegen unterwegs, die meist abseits der ausgetretenen Touristenpfade verlaufen. Dabei bewies sie Mut und probierte viele neue Dinge aus. Zum Beispiel nahm sie in einem Shaolin-Kloster an einem Kung-Fu-Kurs teil, lief den Jakobsweg, lernte in Südamerika Spanisch und unterzog sich einer zehntägigen Schweigemeditation. Viele Begegnungen mit gastfreundlichen Menschen hat sie erlebt, oft wurde sie warmherzig beherbergt und in das Leben der Menschen einbezogen. Der Lohn für ihre Offenheit sind unvergessliche Reiseerlebnisse, an denen sie die Zuschauer auf begeisternde Weise teilhaben ließ. Für den Heimat- und Sportverein Klötitz, dem die Interessengemeinschaft Liebschützberg angehört, war es ein vollauf gelungener Abend im nahezu ausverkauften Saal. Die neue Idee wurde sehr gut angenommen, so dass man sich auf eine Fortsetzung freuen kann. Ein herzliches Dankeschön an Sophie Jähnigen, an die emsigen Organisatoren vom Verein und nicht zuletzt an alle Gäste, die den kleinen, aber feinen Saal in Klötitz auf schöne Weise belebt haben!
Fotos: (c) Uwe Sablotny
Magischer Daumenkino-Kinoabend unterm Sternenhimmel
Ein Daumenkino-Kinoabend - was soll das denn bitte sein? Das hat sich vermutlich so mancher gefragt, als er die Ankündigung gelesen hat. Was genau soll daran unterhaltsam sein, sich Daumenkinos auf dem Liebschützberg anzuschauen? Ist das nicht eine alberne Kindersache? Daumenkinograph Volker Gerling gab darauf eine überzeugende Antwort und bewies das Gegenteil. Er präsentierte sein Programm "Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt", mit dem er seit vielen Jahren die bekanntesten Bühnen der deutschsprachigen Kleinkunstszene bespielt. Nun also auch auf dem Liebschützberg! Nach Einbruch der Dunkelheit dauerte es am Glockenturm neben der Windmühle nicht lange, dann waren die letzten Gespräche verstummt, und die zahlreich erschienenen Gäste verfolgten gebannt, wie Volker Gerling behutsam seine Daumenkinos abblätterte. Doch wie entsteht überhaupt solch ein Daumenkino? Volker Gerling ist in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als 5000 Kilometer zu Fuß durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gelaufen. Auf seinen Wegen traf er Menschen, die ihm Geschichten aus ihrem Leben erzählten. Mit einer analogen Kamera porträtierte er diese als Serienbilder für seine Daumenkinos. Sei es ein alter Mann, der schon fünf politische Systeme erlebt hat. Zwei Künstler, die sich nachts dem Rotwein hingeben. Ein "Pärchen zu dritt", das neue Wege in der Liebe ausprobiert. Oder zwei reglos sitzende Jungs am Ufer eines Sees, die beim Angeln einfach ihre Ruhe haben wollen. Mit 36 Bildern eines Kleinbildfilms kann man eine Menge erzählen, auch wenn die Begegnung nur kurz ist. Oft sind in den Daumenkinos Menschen mit überraschenden Reaktionen zu sehen - Gesichter, die in den nur wenige Sekunden langen Sequenzen vielleicht mehr aussagen als manch langer Kinofilm. Bei seinen Wanderungen trägt Volker Gerling die Daumenkinos in einem Bauchladen herum und zeigt sie interessierten Menschen. Er bringt sie damit zum Lachen und nicht selten auch zum Weinen. Auf dem Liebschützberg konnten die Zuschauer gemeinsam diese spezielle Kunstform bewundern. Das Abblättern der Daumenkinos wurde auf eine Großbildleinwand projiziert, die direkt an der Windmühle lehnte. Jedes Daumenkino wurde jeweils drei Mal gezeigt, so dass man es genau anschauen und neue Dinge entdecken konnte, dfie man vorher noich nicht gesehen hatte. Volker Gerlings humorvolle, dabei aber auch nachdenklich-tiefgründige Ausführungen machten klar, dass das Leben bunt und vielfältig ist, und dass sich hinter jeder noch so zufälligen Begegnung eine spannende Geschichte verbergen kann. Im Karée an der Mühle ergab sich ein wunderbares Bild, das man so noch nicht gesehen hat. Der laue Sommerabend mit fast vollem Mond und Sternenhimmel tat sein Übriges zur einzigartigen Stimmung. Wir von der IG Liebschützberg haben diese Veranstaltung als eine Sternstunde auf dem Liebschützberg empfunden. Passenderweise beendete Volker Gerling seinen Daumenkino-Abend auch mit einer berührenden Geschichte über Sterne. Danach war keine Zugabe nötig. Fazit: Der Daumenkino-Abend war keineswegs albern, sondern sehr unterhaltsam und keine einzige Minute langweilig!
Herzlichen Dank an alle Kulturbegeisterten, die sich darauf eingelassen und uns mit ihrem Besuch beehrt haben! Und selbstredend auch an Volker Gerling, den wir hoffentlich nicht zum letzten Mal auf dem Liebschützberg begrüßt haben. Im kommenden Jahr feiert die IG Liebschützberg ihr zehnjähriges Bestehen. Lassen Sie sich überraschen, was wir zu diesem Ereignis auf die Beine stellen! Der Termin ist leicht zu merken - es wird wieder der 6. September sein, dann aber ein Sonntag.
Ankunft der Pilgermuschel auf dem Liebschützberg
01. September 2023
Heute morgen kam ein neues Kunstwerk auf den Liebschützberg: die stählerne Pilgermuschel des Riesaer Stahl- und Schrottkünstlers Lutz Peschelt. Mit ihren Maßen von 3,5 x 3,5 Metern musste sie per Schwerlasttransport transportiert werden. Sie wird künftig neben dem Rastplatz stehen und kann von Kindern beklettert werden. Damit wird das Ensemble neben der Windmühle weiter aufgewertet. Schon einmal standen ja Kunstwerke auf dem Liebschützberg. Anfang der 2000-er Jahre wurden Installationen von Studenten der Dresdner Kunsthochschule hier aufgebaut, um den Berg symbolisch zu besetzen und damit seine drohende Abbaggerung zu verhindern. Bislang erfolgreich, wie man weiß. Als wir die Interessengemeinschaft Liebschützberg 2016 gegründet haben, hatten wir unter anderem Ideen für neue Kunstwerke, da die alten hölzernen vom Zahn der Zeit zernagt waren und entfernt werden mussten. Diesen Plan haben wir damals jedoch zugunsten einer neuen Wetterschutzhütte verworfen, weil für uns die praktische Benutzbarkeit des Areals im Vordergrund stand. Nun sind wir froh, dass auch wieder etwas Kunst auf dem Berg steht. Die neue überdimensionale Pilgermuschel erinnert daran, dass der Ökumenische Pilgerweg direkt über den Liebschützberg führt und jährlich zahlreiche Pilger hier vorbei kommen. Dass es ein begeh- und somit benutzbares Kunstwerk ist, freut uns besonders. Den Standort nahe der Hütte hatte unsere Interessengemeinschaft der Gemeinde Liebschützberg vorgeschlagen. Wenn die Eltern gemütlich am Grillplatz oder in der Schutzhütte sitzen, können sie ihren Nachwuchs im Blick behalten, während die Kinder in Sicht- und Rufweite spielen. Herzlichen Dank an die beteiligten Firmen: Fuhrunternehmen Peter, Fa. Lube & Krings und Bauernhof Merkel, die den Transport unkompliziert übernommen haben! Und natürlich auch an die Gemeinde Liebschützberg mit ihrem Bürgermeister Sebastian Sommer und allen tatkräftigen Mitarbeitern, allen voran Detlef Schüttler aus Laas, ohne die das nicht möglich gewesen wäre! Zu unserem Wanderkino-Abend am 10.09.2023 wird der Liebschützberger Bürgermeister um 19.00 Uhr die Pilgermuschel einweihen. Gegen 20.00 Uhr beginnen dann die Stummfilme mit Live-Musik des Wanderkinos Tobias Rank aus Leipzig. Eine alte Magirus-Deutz-Feuerwehr Baujahr 1969 und ein urtümlicher 16-mm-Filmprojektor wird die Augen von Jung und Alt zum Leuchten bringen. Wir hoffen auf einen beschwingten Spätsommerabend mit viel Publikum! Tickets gibt es im Vorberkauf für 12,00 Euro und an der Abendkasse für 15,00 Euro. Kinder bis 14 Jahre zahlen nur 5,00 Euro.
Vandalismus auf dem Liebschützberg
15. Januar 2022
Seit Mitte 2016 kümmern wir uns mit der Interessengemeinschaft Liebschützberg um das Areal rund um die historische Bockwindmühle. Wir haben einen Pilgerwegweiser, einen Grillplatz und eine Schutzhütte angelegt. Im Herbst 2021 kam eine weitere Bereicherung hinzu. Bernd Hennig aus Laas errichtete eine Malwand für Kinder und Familien, auf der man seinen künstlerischen Neigungen Ausdruck verleihen kann. Leider wurde diese Malwand, die aus massivem Feldstein gemauert war, nach kurzer Zeit bereits beschädigt. Mit grober Gewalt wurde sie aus ihrer Verankerung herausgerissen, so dass die mühevolle Arbeit von Bernd Hennig zunichte gemacht wurde. Zwar ist das nach fünf Jahren der erste Fall von Vandalismus, aber dennoch fragen wir uns, wes Geistes Kind jemand sein muss, der so einen groben Unfug verzapft. Wir vermuten, dass es da einfach an der entsprechenden Hirnmasse fehlt, beziehungsweise auch an der Vorstellung, wieviel aufwendige Arbeit hier zerstört wird. Diese sinnlose Tat verurteilen wir und fordern alle Bürger, die den Liebschützberg besuchen, auf, ein wachsames Auge auf Randalierer und Verschmutzer des Rastplatzes zu haben. Liebe Mitmenschen: Bitte nehmen Sie auch Ihren Müll wieder mit, wenn Sie da oben feiern! Je unordentlicher der Platz verlassen wird, desto mehr lädt er zu Vernachlässigung und Zerstörung ein.

